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Die Fürsorgestellen

Auszug aus dem Dokument : 1908-1933, 25 Jahre Tuberkulosebekämpfung im Großherzogtum Luxemburg.

Derzeit gibt es acht von der Ligue im Großherzogtum gegründete und betriebene Fürsorgestellen:

1) Die Tuberkulosefürsorgestelle von Luxemburg, avenue de l'Arsenal, Nr. 22. Telefon: 38-31. .
Sie wurde 1908 von Dr. Delahaye, dem Vizepräsidenten des Verwaltungsrates, gegründet und bis zum 20. Februar 1918 von ihm geleitet. Seitdem leitet Dr. François Knaff die Fürsorgestelle von Luxemburg-Stadt.

    Dr. Flesch, ehemaliger Präsident der Ligue

    Dr. Feltgen, ehemaliger Präsident der Ligue


    2) die Tuberkulosefürsorgestelle von Ettelbrück in der Rue Adolphe wurde 1910 von Dr. Prosper Schumacher, dem leitenden Arzt des Sanatoriums von Vianden, gegründet und bis zum 28. März 1929 von ihm geleitet.
    Nachdem Herr Schumacher in den Verwaltungsrat berufen wurde, übernahm Dr. Joseph Meiers die Funktion als leitender Arzt.

    3) Die Tuberkulosefürsorgestelle von Esch-sur-Alzette in der Klinik Ste-Marie wurde 1910 von Dr. J. P. Penning gegründet, der sie auch bis Oktober 1929 leitete. Da er zu sehr von seiner Klientel in Anspruch genommen wurde, legte er zu diesem Zeitpunkt sein Amt nieder. An seine Stelle trat Dr. Philippe Bastian, der die Leitung der Fürsorgestelle auf dem Höhepunkt seines Schaffens leider nach einer langen, schweren Krankheit am 11. Juli 1933 abgeben musste. Während dieser Zeit übernahm Dr. Origer den medizinischen Dienst für Dr. Bastian. Nachfolger von Dr. Bastian ist Dr. Colling.

    4) die Tuberkulosefürsorgestelle von Dudelange in der ARBED-Klinik wurde 1914 von Dr. Engling gegründet und geleitet. Nachfolger war bis Ende 1919 Dr. Jean Faber. Herr Faber ließ sich anschließend in Eich nieder und wurde von Dr. Willy Bellwald abgelöst, der auch heute noch die Leitung der Fürsorgestelle innehat. In Dudelange wurde 1914 bis 1932 im Rahmen der Früherkennung Bemerkenswertes geleistet, vor allem dank des großen Engagements von M. Hippolyte Thommes, dem Prüfer der Arbed-Krankenkasse.

    5) die 1921 gegründete Tuberkulosefürsorgestelle von Differdange in der Rue Winterthur Nr. 11, die seit ihrer Eröffnung bis zum heutigen Tage von Dr. Emile Ketter, einem Arzt in Differdange, geleitet wird.

    6) die Tuberkulosefürsorgestelle von Grevenmacher, mit Sitz im Hospiz, wurde 1921 gegründet und wird seit ihrer Eröffnung bis heute von Dr. J. Clees, einem Arzt in Grevenmacher, geleitet. Die Tuberkulosefürsorgestelle von Rédange-s.-Attert in der Klinik der Soeurs Franciscaines wurde 1922 gegründet und wird seit ihrer Eröffnung bis zum heutigen Tage von Dr. E. Lamborelle, einem Arzt und Abgeordneten von Rédange-s.-Attert, geleitet.

    8) die 1921 gegründete Tuberkulosefürsorgestelle von Wiltz in der Rue Wenenberg, die seit ihrer Eröffnung bis heute von Dr. Michel Bowé, einem Wiltzer Arzt, geleitet wird.


    Die Sprechstunden in den Fürsorgestellen sind für alle Erkrankten unabhängig von Geschlecht, Nationalität und Wohnsitz kostenlos.
    Sprechstunden:

    • In der Fürsorgestelle von Luxemburg: freitags nachmittags von 15 bis 17 Uhr;
    • Ettelbrück: freitags von 10 bis 12 Uhr;
    • Esch: dienstags von 15 bis 18 Uhr;
    • Dudelange: jeden ersten und dritten Mittwoch im Monat von 15 bis 17 Uhr;
    • Differdange: donnerstags von 10 bis 12 Uhr;
    • Grevenmacher: donnerstags von 15 bis 17 Uhr;
    • Rédange: jeden zweiten Sonntag, mittwochs und an Markttagen in Rédange von 10 bis 12 Uhr;
    • Wiltz: donnerstags von 10 bis 12 Uhr.

    Die Fürsorgestellen nehmen keine Behandlungen vor. Ihr Ziel ist es lediglich, Erkrankte zu untersuchen, die aufgrund der Werbung in die Fürsorgestellen kommen, von Krankenfürsorgerinnen oder ihrem Arzt geschickt werden oder gegebenenfalls dorthin kommen, weil sie in ein Sanatorium oder eine andere ihrem Gesundheitszustand entsprechende Einrichtung überwiesen werden wollen.


    Der Verwaltungsrat freut sich, seine Anerkennung für die Hingabe und die Professionalität aller für die Fürsorgestellen arbeitenden Ärzte auszusprechen. Ihrem unermüdlichen Einsatz und ihrem Fachwissen ist es zu verdanken, dass die verschiedenen Fürsorgestellen von Jahr zu Jahr an Bedeutung gewinnen.